Forward-Darlehen und Baufinanzierung
Mit einem Forward Darlehen frühzeitig günstigen Zinssatz sichern!
Forward Darlehen sind eine besondere Form eines Annuitätendarlehens und werden nur in Verbindung mit grundbuchgesicherten Darlehen, wie etwa einer Baufinanzierung, gewährt. In diesem Bereich sind sie besonders als Anschlussfinanzierung beliebt. Mit dem Ende der Zinsbindungsfrist kann sich der Baufinanzierer entscheiden, ob er seine Finanzierung bei der aktuellen Bank weiterführt oder sich für ein Institut entscheidet, welches ihm bessere Konditionen bietet. Hier bieten Forward Darlehen eine Alternative.
Funktionsweise von Forward Darlehen
Zwischen Vertragsabschluss und Auszahlung der Darlehenssumme liegt beim Forward Darlehen eine Vorlaufzeit. Diese kann bis zu sechzig Monate betragen. Beim Vertragsabschluss entscheidet sich der Darlehensnehmer für einen Zinssatz, der bei der Auszahlung noch gültig ist, und zwar unabhängig von der Entwicklung der Zinsen in diesem Zeitraum. Für die Zinsbindung wird ein Zinsaufschlag erhoben. Dieser kann je nach Vereinbarung 0,4% oder mehr betragen, wodurch Forwarddarlehen relativ teuer werden können.
Vor- und Nachteile eines Forward Darlehens
Ist das aktuelle Zinsniveau niedrig und steht zu erwartet, dass es sich in den nächsten Jahren erhöht, sind Forwarddarlehen eine gute Möglichkeit für Darlehensnehmer, sich diesen niedrigen Zinssatz zu sichern. Allerdings kann das Zinsniveau bis zum Auszahlungszeitraum auch weiter sinken. Der Darlehensnehmer muss aber auch dann den vereinbarten Zinssatz zahlen. In Verbindung mit dem Zinsaufschlag wird sein Darlehen dann deutlich teurer als vergleichbare Finanzierungen. Deshalb sollten Forwardarlehen nach Möglichkeit nur mit geringen Forward-Zeiten abgeschlossen werden.
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